Wissenswertes zum Thema Zahnersatz

Schöne Zähne - Notwendigkeit oder Luxus?

Dass der Mensch im Laufe seiner Entwicklung zunächst die Zähne in erster Linie zum Kauen hat, damit er die Speisen magengerecht zerkleinern konnte, weiß heute jedes Kind. Auch heute leisten sie diesen lebenswichtigen Dienst, aber nur für die kurzen Minuten der Nahrungsaufnahme. Vielleicht eine Stunde von den 24 mal 60 Minuten die ein ganzer Tag dauert. In der übrigen Zeit unterstützen die Zähne den Wohlklang unserer Stimme und ermöglichen ein unverkrampftes Lachen. Die Gesellschaft in den hochentwickelten Staaten Deutschland, Mitteleuropa und Nordamerika, hat neue Ideale: Sie legen Wert auf Gesundheit und Schönheit !

Sportliche Freizeitgestaltung, schicke Kleidung, perfektes Make Up und körperlicher Wohlgeruch, erfreuen sich größter Beliebtheit und prägen unser Ideal von sportlicher Schönheit. Vergessen und sträflich vernachlässigt werden dabei allzu oft die Zähne. Aber gerade ein Lächeln mit schlechten Zähnen oder gar einer Zahnlücke, kann den ansonsten perfekten und gepflegten Gesamteindruck in sein Gegenteil verkehren. Ja man kann sagen, dass schöne Zähne für den Eindruck von Gepflegtheit wichtiger sind als Kleidung und das Make Up, die dem aktuellen Trend entsprechen. Denn "Der Mund ist das Schaufenster der Persönlichkeit" !

Zu diesem "Schaufenster" gehören die Zähne als dominierender Blickfang. Schauen Sie doch einmal selbstkritisch in den Spiegel! Wenn Sie nicht zufrieden sind, vielleicht bekommen Sie dann auch "Lust auf schöne Zähne"!

Wer berät Sie über alle Möglichkeiten, Ihre Zähne schöner und ästhetischer zu machen?

Eines vorweg: Nicht die Dame oder der Herr am Schalter Ihrer Krankenkasse!

Dort wird zwar oft versucht, den vorgelegten Behandlungsplan in Richtung einer "billigeren" Versorgung zu ändern, aber Vorsicht! Auch wenn diese Ratschläge gut gemeint sind, so kommen sie doch von Laien. Und wer, glauben Sie, versteht mehr von Zähnen? Ein Kassenbeamter oder Ihr Zahnarzt? Na bitte!

Ihr Zahnarzt kennt Ihre Mundsituation, die Stabilität Ihrer vorhandenen Zähne am besten, und er weiß auch, was sinnvoller Weise gemacht werden sollte. Ihm sollten Sie vertrauen.

Natürlich gibt es oft mehrere Möglichkeiten, wie Ihr Zahnarzt Ihnen helfen kann. Lassen Sie sich die Unterschiede erklären. Fragen Sie nach der Lebensdauer, dem Tragekomfort und - natürlich - nach den Kosten.

Wenn Sie mehr zur "Technik" wissen möchten, wird Ihr Zahnarzt Sie in ein zahntechnisches Meisterlabor schicken. Dort werden Ihnen die Details erklärt. Sie können auch zuschauen, wie Zähne aus toter Materie Gestalt annehmen und "leben".

Zahnersatz ist ein Gesundheitsgut - wer darf ihn herstellen?

Wie jedes andere Gesundheitsgut haben auch die Hersteller von Zahnersatz in Deutschland strenge Auflagen des Gesetzgebers zu beachten. Dies ist Verbraucherschutz im besten Sinne! Der zahntechnische Meisterbetrieb ist deshalb der sicherste Garant für Zähne wie sie sein sollen und wie Sie sie möchten. Leider drängen auch im Bereich Zahnersatz Geschäftemacher nach Deutschland, die Ihnen Zähne "verkaufen" wollen, von denen man nicht weiß, wer sie gemacht hat und woher sie kommen. Da sind Sie mit einem deutschen Zahntechniker-Meister immer auf der sicheren Seite. Mindestens acht Jahre Ausbildung hat er hinter sich, das wären auf der Universität 16 Semester. Selbst im EU-Ausland gibt es, von wenigen Ausnahmen abgesehen, keine vergleichbare Ausbildung. Inwieweit dort die strengen Auflagen des deutschen Gesetzgebers Beachtung finden, ist am fertigen Endprodukt nicht nachprüfbar. Der verlockende Anreiz eines geringeren Preises für Auslandszähne, kann sich in der Folge als wesentlich teurer erweisen als die Ausgabe für ein Produkt aus einem deutschen Meisterlabor. Also Vorsicht!

Sind alle Materialien für Zahnersatz unbedenklich?

Die Sensibilisierung von Ärzten und Patienten für die Gesundheitsgefährdung durch Stoffe und Materialien, die mit dem Menschen in Berührung kommen, hat dazu geführt, dass im sensiblen Mundbereich nur Produkte verwendet werden, die im besten Fall neutral, körperverträglich und unschädlich sind.

Die zahntechnischen Meisterbetriebe in Deutschland verwenden selbstverständlich nur solche Materialien und verarbeiten sie laut Herstelleranweisung. Das in Deutschland geltende Medizinproduktgesetz schreibt vor, dass nur Produkte mit dem CE-Zeichen verwendet werden dürfen. Sie haben übrigens ein Anrecht auf einen Materialnachweis, aus dem Sie ersehen können, woraus sich Ihre Zähne zusammensetzen. Aus der Rechnung des Herstellers, in der Regel ein Meisterlabor, sehen Sie, wer sie gefertigt hat. Seien Sie also misstrauisch, wenn eines oder beide Dokumente fehlen.

Ob Sie sich bei Zahnbedarf mit Gold, Titan, Keramik oder Kunststoff versorgen lassen, kann im Einzelfall nur von Ihrem Zahnarzt, gegebenenfalls unter technischer Beratung seines Labors, entschieden werden.

Eines ist sicher und dem können Sie vertrauen:
Mit in Deutschland hergestellten Zähnen sind Sie auf der sicheren Seite - Risiken und Nebenwirkungen sind dabei so gut wie ausgeschlossen.

Zähne "festsitzend" oder "herausnehmbar". Die Kriterien.

Haben Sie noch genügend eigene Zähne im Kiefer, kann man bestehende Lücken mit Kronen oder Brücken "festsitzend" versorgen. Diese neuen Zähne werden sofort als "eigen" akzeptiert. Sind nur noch wenige Zähne im Kiefer vorhanden, könnte der entstehende Kaudruck diese Zähne überbelasten und sie würden locker. In diesem Fall ist eine "herausnehmbare" Konstruktion in Erwägung zu ziehen, weil der Kiefer die Kaulast mittragen muss. Die Schleimhaut auf dem Kiefer erneuert sich ständig und darf nicht permanent abgedeckt werden. Deshalb kommt hier nur ein Ersatz infrage, der eine Reinigung der Schleimhaut zulässt - also herausnehmbar!

Trotzdem können Sie mit einem hohen Tragekomfort rechnen. Schon nach kurzer Zeit erfühlt die Zunge die neuen Zähne nicht mehr als Fremdkörper und Sie selbst denken auch nicht mehr daran - außer beim Putzen.

Eine Möglichkeit, auch bei wenig eigenen Zähnen einen "festsitzenden" Zahnersatz zu bekommen, ist das Einpflanzen künstlicher Wurzeln, Implantate genannt. Diese Implantate, die mit körperverträglichen Materialien beschichtet sind, verwachsen fest im Kieferknochen und können ähnlich einer natürlichen Zahnwurzel mit Kronen oder Brücken festsitzend belastet werden. Die Erfolgsquote dieser Implantate liegt bei über 90 Prozent. Sprechen Sie mit Ihrem Zahnarzt darüber.

Wie sollen Sie Ihre Zähne pflegen?

Wie Sie Ihre eigenen Zähne pflegen müssen, haben Sie sicher schon im Kindesalter gelernt. Das gleiche gilt auch in Richtung Ihrer Dritten Zähne.

Die Werbung im Fernsehen verspricht viel, oft zuviel. Das gefüllte Wasserglas, das durch Zusatz der Tablett XY zur aktiven und perlenden Waschmaschine Ihrer Zähne wird, ist mit Vorsicht anzuwenden. Oft sind die Bestandteile der Sprudeltablette so aggressiv, dass sie das Material angreifen. Verfärbungen und Materialablösungen sind nur die sichtbaren Zeichen der Materialschädigung. Auch die Bruchgefahr kann zunehmen.

Die richtige Pflege: Eine Zahnbürste mittlerer Härte, klares Wasser und etwas Zahnpasta. Diese manuelle Reinigung löst Belag und Speisereste. Danach die so gesäuberten Zähne einige Minuten in ein Wasserglas mit eineigen Tropfen erfrischendem und desinfizierendem Mundwasser legen. So behandelt sind Ihre Zähne jeden Tag wie neu. Darüber hinaus haben Sie einen frischen Atem und sind selbst in jeder Situation appetitlich für Partner und Freunde. Für ganz Gewissenhafte empfiehlt sich ein preiswertes Ultraschall-Reinigungsgerät.

Die "Dritten" wackeln. Was ist zu tun?

Haben Sie nur noch wenige oder keine eigenen Zähne, kommt dem Kieferknochen und der ihn bedeckenden Kieferschleimhaut die entscheidende Aufgabe zu, den Kaudruck aufzunehmen. Diese Schleimhaut ist sensibles Gewebe, das auf Veränderung Ihres Körpers reagiert. Wenn Sie an Gewicht zunehmen, wenn Sie eine Abmagerungskur machen, wenn Sie krankheitsbedingt anders oder nichts essen, - immer verändert sich die Schleimhaut durch Zu- oder Abnahme von Fett und Wasserpölsterchen. Das heißt, die Basis der Zahnprothese stimmt in ihrer Form nicht mehr mit der darunter liegenden Kieferschleimhaut überein. Die Zähne "wackeln". Wenn Sie wieder einige Zeit normal gegessen haben, das Gewebe sich wieder wie vorher stabilisiert hat, kann entweder das Wackeln aufhören, oder wenn nicht, sollten Sie Ihren Zahnarzt aufsuchen, der von seinem Labor die Basis "unterfüttern" lässt. Das heißt, sie wird der neuen Situation genau angepasst und die Zähne sind wie neu.

Eine Warnung: Verwenden Sie bitte nicht diese von der Werbung angepriesenen Haftcremes oder Pulver. Sie zeigen zwar im Moment eine Verbesserung des Sitzes, sind aber sehr unhygienisch und können nach wenigen Tagen Entzündungen, in jedem Fall aber Mundgeruch hervorrufen. Besser ist, die Ursache mit einer "Unterfütterung" zu beheben.

Schöne Zähne - und die Kosten?

Zähne sind nicht nur ein wichtiger kommunikativer Faktor, sie können auch über privates Glück oder Unglück entscheiden. Und Zähne sind bei zunehmend höherer Eigenleistung auch ein finanzieller Faktor in Ihrem Haushaltbudget. Gut informiert zu sein, bedeutet, das Richtige wählen, - und eventuell Geld sparen. Das Teuerste muss nicht zwangsläufig auch das Beste für Ihren speziellen Fall sein.

Die Versorgung mit Zahnersatz durch die gesetzliche Krankenkasse war von 1975 bis Mitte der 80er Jahre Weltspitze. Inzwischen sind die Kassen leer und die jetzt schon hohen Beitragssätze lassen eine Erhöhung nicht zu. Die Kassen sind gezwungen zu sparen. Bei den Zähnen geht es am einfachsten. Vieles was heute machbar ist, für das Zahnärzte und Zahntechniker großen Forschungsaufwand betrieben haben, ist auf Krankenschein nicht mehr zu bekommen. Vertrauen Sie deshalb Ihrem Zahnarzt, wenn er Ihnen etwas Besseres empfiehlt, auch wenn das ein paar Euro mehr kostet. Er hat, in Ihrem Interesse, dafür Gründe.

Ein Urlaub ist nach drei Wochen vorbei. Wenn Ihre Zähne nicht richtig sitzen, Ihnen unbequem sind oder Ihren Freunden unangenehm auffallen, kann Sie das über Jahre ärgern und unzufrieden machen.

Na, Lust auf schöne Zähne bekommen? Damit Ihnen jeden Morgen ein fröhliches und glückliches Gesicht im Spiegel entgegen lächelt!